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MODE NEU DEFINIERT.

Nachhaltige Kleidung mit Gemeinnützigem Zweck.

 

MODE & NACHHALTIGKEIT

Im Folgenden wollen wir Probleme der Modeindustrie in Bezug auf unsere Umwelt & soziale Gerechtigkeit sowie Lösungsansätze von PER FINES beleuchten.

 
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PROBLEME

 

MODE & UMWELT

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CO2-Emissionen & Klimawandel

Die Rolle der Modeindustrie

Die Modeindustrie produziert 10% der menschengemachten CO2-Emissionen.

Damit stößt die Modeindustrie mehr CO2 in die Atmosphäre als der gesamte Flugverkehr und die Schifffahrt (ausgenommen Kreuzfahrtschiffe) zusammen.

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Baumwoll- & Polyesterproduktion

Umweltverschmutzung durch Textilproduktion

Obwohl Baumwolle auf nur 3% der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche angebaut wird, werden 24% aller Insektizide und 11% aller Pestizide auf Baumwollfeldern versprüht. Bei keiner anderen Nutzpflanze werden so viele Pflanzentoxine eingesetzt. Die künstliche Bewässerung von Baumwollfeldern führt zu einer Versalzung des Bodens, einem Rückgang der langfristigen Erträge und einer Absenkung des Grundwasserspiegels, was einen Mangel an Trinkwasser für die lokale Bevölkerung zur Folge haben kann.

Polyester ist die am häufigsten verwendete Textilfaser und findet sich in 52% aller Kleidungsstücke. Bei der Herstellung von Polyester wird 2-3 mal mehr CO2 ausgestoßen als bei Baumwolle, gleichzeitig zersetzt sich Polyester viel langsamer oder gar nicht. Textilien sind für 35% der weltweiten Verschmutzung durch Mikroplastik verantwortlich. Durch das Waschen von Kleidung gelangen jedes Jahr 500.000 Tonnen Mikrofasern in die Ozeane, das entspricht der Menge von 50 Milliarden Plastikflaschen.

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Textilabfall

Umweltverschmutzung nach dem Modeverkauf

Innerhalb der letzten 5 Jahre ist der Textilmüll um mehr als 400% gestiegen. Jede Sekunde wird ein Laster voll mit Textilabfällen auf eine Deponie gekippt.

Wir haben uns daran gewöhnt, Dinge wegzuwerfen, die uns nicht mehr gefallen, die alt oder leicht beschädigt sind. 

Fast ein Viertel (24,3%) aller Textilabfälle wird CO2-intensiv verbrannt, und mehr als die Hälfte der Bekleidungsabfälle (57,1%) landet letztlich auf den besonders umweltschädlichen Deponien.

Bis zu 95% der Textilien, die jedes Jahr auf Deponien landen, könnten recycelt oder wiederverwendet werden. 

Bislang finden nur 10% aller Textilabfälle als Gebrauchtkleidung Verwendung auf dem Markt und 8% werden durch Recycling in den Produktionskreislauf zurückgeführt.

 

MODE & SOZIALE GERECHTIGKEIT

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Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern

Seit dem Gebäudeeinsturz einer Textilfabrik in einem Vorort von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, am 24. April 2013 sind die Bedingungen, unter denen unsere Kleidungsstücke produziert werden, weltweit bekannt geworden. Mehr als 5.000 Arbeiter waren zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs in den Textilwerkstätten. 1.136 von ihnen starben an den Folgen des verheerenden Unfalls, über 2.000 wurden verletzt. Die Arbeiter hatten vor allem Kleidung für den Export produziert, unter anderem für europäische Modefirmen wie Primark, Benetton, Mango, C&A und auch deutsche Firmen wie KiK oder Adler und deren Zulieferer.

Obwohl dieser Unfall nicht der erste in einer Textilfabrik für die internationale Massenproduktion war, lenkten die Umstände und das Ausmaß des Unfalls die Aufmerksamkeit vieler Verbraucher auf die Produktion ihrer Kleidung und lösten eine umfangreiche Debatte über die Missstände in der globalen Textilindustrie aus: Unterdurchschnittliche Löhne, überlange Arbeitstage und kaum Freizeit, ungeschützter Umgang mit Chemikalien und fehlende Brandschutzbestimmungen sind nur einige der Probleme in der Branche.

 
Image by Bas Emmen

Lösungen

 

MODE & UMWELT

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Recycling, Upcycling, Wiederverwendung

Durch das Recycling von Stoffen reduzieren wir CO2-Emissionen, Textilabfälle und den Wasserverbrauch. Ein durchschnittlicher Deutscher kauft jedes Jahr 60 neue Kleidungsstücke, insgesamt sind das etwa 14 Kilogramm. 

Recyceln und Wiederverwenden verlängert die Lebensdauer eines Kleidungsstücks. Im Durchschnitt wird ein Fast Fashion-Teil nur maximal 10 Mal getragen. Die Verkürzung der Lebensdauer eines T-Shirts von 1 Jahr (50 Mal getragen) auf einen Monat erhöht die CO2-Emissionen um 550 % pro Artikel und Jahr. Wenn die durchschnittliche Lebensdauer eines Kleidungsstücks um 9 Monate verlängert wird, kann die CO2-, Wasser- und Abfallverschmutzung um 20-30% reduziert werden.

PER FINES bezieht Kleidung aus zweiter Hand und wertet diese auf - kreativ, innovativ und visionär. Wir regen unsere Kunden an, weniger & dafür besser und nachhaltiger zu kaufen - Produkte zu kaufen, die fair und ökologisch nachhaltig produziert sind - Produkte zu kaufen, die man lange tragen kann und will. 

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Minimierung von Textilabfällen

Wir retten Textilien vor der Mülldeponie.

Viel zu viele Kleidungsstücke werden weggeworfen, obwohl sie noch neuwertig sind und lange Zeit getragen werden könnten. 

Second-Hand bedeutet nicht, dass die Kleidung alt, gebraucht oder schlecht ist. Second-Hand Kleidung kann hochqualitativ und neuwertig sein.


PER FINES will das nicht mehr zeitgemäße Image von Kleidung aus zweiter Hand bewusst verändern.

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Müllvermeidung

Wir sind ein Low-Waste-Label, was bedeutet, dass wir bei jedem Produktionsschritt darüber nachdenken, wie wir unsere Abfallproduktion so gering wie möglich halten können.

Das erreichen wir zum Beispiel, indem wir unsere Etiketten auf sogenanntes Seed Paper drucken lassen, so dass der Kunde ein paar Wochen später statt Abfall ein kleines Blumenbeet auf der Fensterbank hat. Wir befestigen diese Etiketten nicht mit Plastik, sondern mit Sicherheitsnadeln an der Kleidung, die von den Kunden wiederverwendet werden können.